DK4BA'S BEITRAG ZUM WORLD WIDE WEB

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Mein Name ist Jürgen, ich bin Ende der 50er Jahre in Norddeutschland geboren und wohne seit über 40 Jahren in Bremen. Den Bezug zum Amateurfunk hatte ich reichlich früh: mein Onkel und sein Sohn (DJ8HL bzw. DK3JU) infizierten mich zeitig mit Funkwellen und nahmen mich auch schon mal zum OV-Abend von I04 (OV Bremen) mit. Ebenso bekam ich bei Besuchen unserer lieben Verwandschaft die CQ-DL in die Hand gedrückt. Die hatte damals noch Original "Gelbe Seiten". Ich habe allerdings nur darin rumgeblättert - mit meinem damals 12 Jahren habe ich den Inhalt der Artikel nicht verstanden. Trotzdem liess mich die Funkerei nicht los. Irgendwann, nachdem der CB-Funk freigegeben wurde, brachte unser Vater uns 2 einkanalige, orange und gebührenfreie Handfunkgeräte mit, die dann eine ganze Weile für Reichweitenversuche usw. genutzt wurden.

DK4BA als CB-Funker

Eines Tages hörten wir fremde Leute auf unserem Kanal. Es waren ältere Jungs, die uns mit sog. K-Geräten (wenn ich mich recht erinnere Sommerkamp-Geräte) und Mobilantennen unter dem Hausdach beeindruckten. Mein Bruder Klaus und ich, gerade mit Führerschein ausgestattet, schnappten uns den VW Käfer unseres Vaters und klapperten die spärlich verbreiteten Funk-Fachhändler ab. Bei "Charly-Schrott", einem Abschleppunternehmer mit angegliederten Funkgerätehandel, waren wir erfolgreich: ein Minix/Sommerkamp 712 wechselte den Besitzer. Das Gerät hat um die 400 Mark gekostet und war unbequarzt. Also noch Quarzpaare für Kanal 6, 9 und 12 zugekauft, eine DV-27T-Antenne eingepackt und ein Loch in das Dach unseres Familienkäfers gebohrt. Unser Vater war ungewöhnlich verständnisvoll....

712 P

Das Gerät wurde am kommenden Wochenende eingebaut, die Antenne wurde montiert und einer der K-Geräte-Besitzer stellte uns die Stehwelle ein. Nach und nach wurde das Gerät voll bequarzt. Bis alle 12 Kanäle bestückt waren, ging einiges unserer Lehrlings-Vergütung über den Ladentisch. Wir haben damals unseren Bekanntenkreis enorm vergrössert und viel Spass bei gemeinsamen Aktionen gehabt. Viele verschiedene Geräte gingen durch unsere Hände. Universum, Sommerkamp, Lehnert, Kaiser, Zodiak, Stabo und viele mehr wurden getestet und verschachert. Auch Mikrofone (Tuner +3) oder Brenner wurden bei Betrieb angeschlossen und danach im Wäscheschrank versteckt, falls der "Gilb" kommt. Funkertreffen und Fuchsjagden wurden organisiert, Freundschaften geschlossen - Friede, Freude, Eierkuchen auf der ganzen Linie. Noch heute habe ich beste Beziehungen zu den damaligen CB-Freunden.

Irgendwann kamen "die Italiener". Am Anfang war das sehr spannend - mit CQ ITALI konnte man auch mit einem halben Watt manchmal den "Skip" austauschen. Schnell wurde ein Postfach bei der Post beantragt und der QSL-Austausch fing an. Als wir dann aufgrund dieser Überreichweiten unsere CB-Freunde um die Ecke nicht mehr erreichen konnten, ging der Spass am CB-Funk rapide auf Null. Das war die Stunde des Amateurfunks.

Mit zwei anderen genervten CB-Freunden gings daraufhin regelmässig zum Unterricht ins Bremer Steintorviertel. Das war 1978/1979. Einer unserer Lehrer war zum Beispiel Jürgen (DL3UI), ein Urgestein der Bremer AFU-Szene. Auch Andreas Fleischer (der damalige Besitzer von Andy's Funkladen) lies sich ab und an mit einem Bauchladen voll AFU-Literatur blicken. Die Prüfung war allerdings zumindest für mich enttäuschend: meine beiden Kumpels Wolfgang und Jörg (DH1BAU ex DB1XP und DB1XJ) schafften das Ziel problemlos - ich scheiterte kläglich und zog mich in mein Loch zurück. Jörg und Wolfgang waren indes auf 2 Meter aktiv und ich durfte nur zuhören....

Irgendwann, so um 1985 herum, packte mich wieder der Ehrgeiz. Gustav-Adolf, Inhaber der Firma Hansa-Funk-Technik, bot einen AFU-Lehrgang in seinen Geschäftsräumen an. Im August des Jahres 1986 ging dann ein Traum in Erfüllung: die "C-Lizenz" wurde erteilt. Ab sofort war ich mit Rufzeichen DG2BBS auf dem 2-Meter-Band aktiv. Während eines Fielddays, genauer gesagt am 6.9.1986, trat ich dem OV I23 Teufelsmoor bei. Ab sofort war jeder OV-Abend meiner und ich lauschte erfurchtsvoll, was unser damaliger OVV Peter (DL3BNN) zu verkünden hatte. Bald schon wollte ich mehr; die Klasse A war mein Ziel. Blöderweise hatte ich bei meiner C-Prüfung nur die Technikpunkte für A erreicht. Also war einmal in der Woche Unterricht bei Uwe (DL5BBY) angesagt, der mich und viele andere erfolgreich mit Klopfzeichen bearbeitete. Am 10.4.1987 nahm ich die "Sende- und Empfangsgenehmigung" mit dem Rufzeichen DH3BAL entgegen. Ein paar Monate später, am 23.11.1990, nach erneutem Büffeln des Technik-Teiles und Erweiterung meiner CW-Kenntnisse, ging ich mit meinem aktuellen Rufzeichen DK4BA nach Hause.

Wolfgang, DH1BAU
Wolfgang, DH1BAU
DK4BA

Nun sind einige Jahre verstrichen und was ich mir nie erträumt hätte ist passiert: es gibt Tage, an denen ich kein Mikrofon und keine Taste in die Hand nehme. Ausserdem gehe ich auch sehr sehr unregelmässig zu den immer noch regelmässig stattfindenden OV-Abenden. Irgendwie, und das liegt sicherlich nicht nur an den fehlenden Antennenmöglichkeiten, ist das Fieber gedämpft. Sicherlich, Fieldday und die Flohmärkte gehören zu den Pflichtveranstaltungen aber auch Gerätemässig wurde zurückgefahren. Im Moment bin ich im Besitz eines ICOM IC-E90. Ein kleines Handgerät mit grossem Frequenzbereich. So kann man wenigstens dem nahen Umfeld lauschen. Ich bin aber sicher, dass ich irgendwann wieder aktiver bin. Die vielen Betriebsarten die ich bereits bearbeitet habe stehen in einem krassen Verhältnis zu den Betriebsarten, die ich noch bearbeiten will. Es gibt viel zu tun - irgendwann packe ich es an.

Wir schreiben das Jahr 2005 und es gibt einige Neuigkeiten. Ich bin ein ein Hochhaus mit 8 Stockwerken umgezogen und habe eine Wohnung im 6. Stock bezogen. Schätzungsweise habe ich einen Standort in knapp 40 Meter über NN. Da kann ich sogar mit den 2 Watt meiner neuen Yaesu VX-2 mit den grossen Hunden pinkeln - sprich - ich höre zumindest in Richtung Bremen (von Bremen-Nord aus) das Gras wachsen. Antennenmässig will ich und kann ich nicht mehr machen. Im Sommer allerdings bin ich in der Lage, die Dachterasse für SSB-Aktionen im KW oder UKW-Bereich zu nutzen. Was auf jeden Fall funktioniert ist der Empfang von DB0OZ im ATV-Bereich. Ich habe ein umgebautes LNB bekommen und kann mit einem billigst digitalem SAT-Receiver ATV empfangen. Da ich den Fernmeldeturm von DB0OZ "sehen" kann, brauche ich das LNB ohne Spiegel nur Richtung Süden halten. Grüsse an alle, die ich mit dieser Anordnung sehen kann.

PanoramaHH

Wird wohl mal wieder Zeit, meine Website aufzufrischen. Heute ist der 5. Januar 2011 und seit Einzug in das Hochhaus ist einiges passiert. Einige viele Geräte sind durch meine Hände gegangen, viele Antennen wurden auf Balkon und sogar auf dem Dach montiert, D-Star hat Einzug in mein Shack gehalten und sogar ein D-Star-Umsetzer lief ein Jahr lang hier in meiner Wohnung (DB0AHB). Leider haben sich die Nachbarn über die Kabelführung beschwert, sodass der Repeater zur Technischen Hochschule nach Bremen umgezogen ist und dort perfekt seinen Dienst verrichtet. Meine derzeitigen Interessen sind eher empfangsmässig einzuordnen. Über kurz oder lang werde ich mir einen SDR-Receiver zulegen, weil mit Sendeaktivitäten ist es nicht weit her an diesem Ort. Als aktuelle Geräte habe ich einen Yaesu FT-736 mit 2/70/23 bestückt, den ich auch nicht wieder so schnell weggeben werde. Daneben noch einige FM-Mobilgeräte von Yaesu und Icom.

Heute hat mir mein OVV angedroht, dass er mir bei der nächsten Jahresversammlung eine 25er-DARC-Nadel an die Brust heften will. Kinders, wie die Zeit vergeht....

Am 1. November 2011, bzw. am Wochenende zuvor, sind meine liebe Frau Ulrike (DK4ULI) und ich nach 27729 Lübberstedt gezogen. Lübberstedt gehört zur Gemeinde Hambergen und liegt im Landkreis Osterholz-Scharmbeck. Der Locator ist JO43ji. Als erste Massnahme wurde ein Diamond-Rundstrahler auf ein 2-Meter-Standrohr gesteckt - ich kann immerhin die naheliegenden Relais bearbeiten. In der nächsten Woche wird ein 6-Meter-Mast mit einer Comet-Rundstrahl-Antenne (GP-95) aufgebaut. Diese Anordnung wird zusammen mit meinem Icom IC-910 für Verbindungen zur alten Runde reichen. Kurzwelle wird im nächsten Jahr aktuell. Bilder des QTH folgen.

'73 Juergen DK4BA

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